Mittwoch, 6. April 2011

Pulau Tioman

Etwas verspätet kommt nun der Bericht von dem Ausflug nach Tioman. Vor zwei Wochen ging es nach Malaysia auf die Insel Tioman. Am Freitag Abend sind wir mit 18 Leuten um 23Uhr vom Siemens Center mit einem Privatbus in Richtung Mersing gefahren. Die meisten von den 18 machen ein Praktikum bei Siemens. Dann gab es noch ein paar Festangestellte und noch drei Praktikantinnen von anderen Unternehmen.

Um 4:30 sollte uns unsere Faehre von Mersing nach Tioman bringen. Leider war unser Fahrer mit dem Bus viel zu schnell bzw. war die Zeit nicht besonders gut geplant. Jedenfalls kamen wir um 2:30 in Mersing bei der Faehre an. Dort mussten wir dann irgendwie die restlichen zwei Stunden auf blauen unbequemen Plastikstuehlen und mit einigen Muecken verbringen bis es schliesslich mit der Faehre nach Tioman ging. Vor dem Sonnenaufgang kamen wir dann auch auf der Insel und unserem Resort an. Das Resort war leider nicht so gut, wie das, in dem ich das letzte mal war. Auch die Organisation bzw. die Buchung ist nich glatt gelaufen. Das Ende vom Lied war, dass wir neben normalen Zimmern eine Suite bekamen, die eigentlich maximal fuer 4 Personen geeignet waere. Wir mussten sie dann mit acht Leuten und Matratzen vollstopfen.

Gott sei Dank war ich der erste in der Suite und habe mir gleich mal das deluxe Bett gekrallt J first comes first serves

Am Vormittag machten wir uns dann auf eine 4 stuendige Schnorcheltour an ein Korallenriff, bei der wir sehr viele bunte Fische gesehen haben, unter anderem Nemos, Papageinfische, Baracudas, Trompetenfische und ganz viele andere farbenpraechtige Viecher von denen ich leider nicht die Namen kenne. Ein besonderes Highlight war dann auch die Sicht eines Riffhais, der so schnell er aufgetaucht ist auch leider wieder verschwandt.

Nach der Schnorcheltour wurde dann erst mal wieder im Resort am Pool und Strand gechillt bis wir schliesslich die guenstigen Getraenkepreise in Malaysia an der Beachbar ausnutzten. Kurz nach dem Abendessen begann dann kurzzeitig die Welt auf Tioman unterzugehen und ein Orkan mit typischen Regenwaldsturzregen zog auf. Deswegen mussten wir dann die geplante Party in unsere Suite verlegen, was der Stimmung am Ende jedoch nichts ausmachte.

Am Sonntag ging es dann um 17Uhr wieder mit der Faehre Richtung Mersing, wo uns unser Fahrer schon erwartete. Leider hatte er wohl die Fruechte „Durians“ in Mersing erstanden. In Europa kennt man sie nicht wirklich. In Singapur sind sie in der U-Bahn und auf vielen anderen Plaetzen verboten, da der Geruch und erst Recht der Geschmack dieser Frucht einfach nur „pfui“ ist. Gott sei Dank hatte er die Durians nocht nicht aufgeschnitten und in Plastiktueten verpackt, sodass der Geruch nur leicht im Bus vorhanden war.

Beim Grenzuebergang ist bei mir dann noch etwas Panik aufgekommen. Um aus Malaysia auszureisen und nach Singapur einzureisen, muessen alle den Bus verlassen und durch eine Kontrolle, wie am Flughafen. Das bedeutet also zweimal aussteigen. Mir ist dann beim zweiten Mal irgendwie der Pass aus der Tasche gefallen und kurfristig trat Panik auf. Nachdem ich die Strasse auf und abgelaufen bin, den Bus durchgesucht hatte und nur noch der einzige neben dem Fahrer am Bus war, kam ein Praktikant mit meinem Pass in der Hand zurueckgerannt. Er hatte ihn wohl direkt neben dem Bus liegen sehen und aufgehoben. Also alles nochmal gut gegangen. Einige von unseren weiblichen Mitreisenden hatten sich mit Kaugummis, die man nicht nach Singapur einfuehren darf, eingedeckt. Allerdings wurde eine von ihnen erwischt und so landeten die zuvor erstanden Kaugummis im Müll. Wir kamen dann wieder gut aber etwas übermüdet in Singapur an. Ein Video gibt es dieses mal nicht, aber dafür eine kleine Auswahl an Bilder (hier klicken). Leider habe ich noch nicht die Bilder von den anderen.


Donnerstag, 24. März 2011

Bintan, eine Schildkröte & Behörde à la Singapur


Die erste Arbeitswoche war relativ entspannt. Da mein Supervisor krank war, habe ich mich hauptsaehlich mit der Abteilung und Prozessen vertraut gemacht und ein bisschen am theoretischen Teil meiner Thesis gearbeitet.


Am Freitag musste ich dann noch zum Ministry of Manpower, um die letzten Schritte fuer die Beantragung meiner Greencard einzuleiten. Die Behoerde unterscheidet sich komplett von den deutschen. Dort wird effizient, freundlich und technisch auf dem neusten Stand gearbeitet. Mit meinen Papieren von der Personabteilung bin ich also in das Gebaeude „Riverpoint“ bei Clarke Quay. Im vierten Stock erwarteten mich dann zunaechst mehrere Maschinen (aehnlich wie die Self Check-ins am Flughafen mit Touchscreens) bei denen man ganz einfach sein Formular unter einen Scanner legte. Damit war die Anmeldung erledigt und ich wurde drauf hingewiesen in den naechsten Raum zu gehen. Sobald dort mein Name auf einem Flatscreen erscheint, sollte ich zu einem freien Schalter. Natuerlich erschien sofort mein Name auf einem der Screens, nachdem ich im Raum war, und ich wurde sofort von einer sehr freundlichen und kompotenten Mitarbeiterin bedient. Fingerabdruecke wurden genommen und Daten in den PC gehackt und nach 10 Minuten war alles vorbei. Gestern habe ich meine Identiy Card dann auch abgeholt und kann nun auch nach Singapur voll automatisch und schneller einreisen. Es werden lediglich die ID Card und meine Fingerabdruecke automatisch gescannt und schon bin ich eingereist.


Nachdem wir leider auf die schnelle keine Reise mehr nach Dayang organisiert bekommen haben, haben eine Praktikantin und ich einen Trip nach Indonesien auf die Insel Bintan (Fotos hier klicken) geplant. Mit vier weiteren Siemens Praktikanten ging es dann am Samstag „bei Zeiten“ mit der MRT (Metro in Singapur) zum Ferry Terminal. Nach 1,5 Stunden klimatisierter Fahrt mit der Faehre, bei der die ganze Zeit ein seltsamer thailaendischer Kampffilm mit indischen Untertiteln lief (Gott sei Dank lautlos), kamen wir in Indonesien an. Dort erwartete uns dann schon unser humpelnder Fahrer mit einem Fahrzeug, das definitiv durch den deutschen TUEV nicht gekommen waere. Nicht der kaputte Tacho, oder das zusammengeflickte Lenkrad war das Hauptproblem, sondern dass keine Klimaanlage vorhanden war und sich lediglich zwei Fenster oeffnen liessen.


Nach einer laengeren Fahrt ueber die Insel, kamen wir schliesslich bei unserem Hotel an. Unsere Strandhuetten waren direkt am Strand mit Blick auf das Meer. Die Unterkunft war wirklich super. Leider war jedoch das Meer nicht ganz so sauber und aufgrund von sehr starker Ebbe und Flut konnten wir auch zunaechst nicht baden gehen. Nach einer kurzen Wanderung durch das Watt, beschlossen wir uns ein paar Mopeds zu mieten und die Insel zu erkundigen. Wir sind dann also zu sechst auf drei Mopeds ohne wirklichen Plan hintereinander fahrend losgetourt. An den Linksverkehr hatte ich mich schnell gewoehnt, sodass ich auch mal den Motor meiner rosa „Maschine“ testen konnte, mit einer Spitzengeschwindigkeit von 85km/h. Auf einer langen Gerade sah ich dann von weiten einen Stein rumliegen. Doch auf einmal bewegte sich dieser Stein. Dann auf einmal stoppte er, nachdem das erste Moped von uns vorbeizog. Dann bewegte er sich wieder und hielt auch gleich wieder an, als ich mich naeherte, sah ich, dass es eine Schildkroete war, die gerade in dem Moment ihre Beine und ihren Kopf einzog. Wir stoppten und schauten sie uns an. Auf einmal hielt ein Indonesier mit seinem Moped und seinem Kind an, der sie gleich aufhob und drauf herumklopfte. Nach einem kurzen Dialog haben wir sie schliesslich wieder ins Gruen gesetzt und ihm nicht als Abendessen mitgegeben.


Die Erkundung mit traumhafter Landschaft war definitiv das Highlight der Reise. Wir sind durch viele verschiedene Doerfer gefahren, bei denen man sah, in welch einfachen Verhaeltnissen die Leute hier leben. Auf der ganzen Fahrt wurde man von Indonesiern gegruesst und angelacht. Besonders Kinder haben sich gefreut uns zu sehen und ein paar Affen am Rand der Strasse konnten wir auch entdecken. Die Landstrassen waren in einem super Zustand. Lediglich auf Seitenstrassen oder sehr entlegenden Doerfern musste man Slalom um Schlagloecher oder um Loecher auf Holzbruecken fahren.

Abends haben wir dann mit lokalen Getraenken auf der Veranda unserer Huetten und einem Lagerfeuer den Tag ausklingen lassen und haben sogar noch einen Mitternachtsschwimm bei Vollmond machen koennen. Vom Wochenende gibt's natürlich auch ein kurzes Video.


Am kommenden Wochenende fahren wir dann mit 18 Leuten auf die Insel Tioman in Malaysia, auf der ich 2009 schon mal mit Kommilitonen gewesen bin. Den damaligen Bericht dazu gibts hier.


Montag, 14. März 2011

Back to Asia


Nachdem ich 2009 ein halbes Jahr in Hangzhou verbracht und anschliessend ein Semester in Hong Kong studiert habe (siehe vorige Berichte), bin ich nun endlich wieder zurueck in Asien.

Dieses mal ist es nicht China, sondern die Asia light Version Singapur. Hier werde ich bis September bei Siemens meine Bachelor Thesis schreiben und hoffentlich neben Singapur noch weitere Städte, Inseln und Länder kennenlernen. Nun also zu den ersten Tagen und Eindrücken in Singapur. Ich hatte bereits 2009 das Glück für zwei Kurzaufenthalte nach Singapur reisen zu dürfen. Die Stadt war mir also vertraut. Nachdem ich am Mittwoch Abend mit etwas Verspätung aufgrund eines medizinischen Notfalls an Board der Qantas Maschine (keine Angst, nicht wegen mir) in Singapur landete, erwarteten mich natuerlich erst mal traumhafte Temperaturen im Vergleich zu Deutschland.

Das Wetter ist hier eigentlich durchweg gleich um die 30 Grad mit 80-100% Luftfeutchtigkeit. Vom Flughafen ging es dann erst mal mit dem Taxi zu dem Hostel, in dem ich mich fuer die ersten drei Tage einquattiert habe, da meine Wohnung noch nicht frei war.

Auf dem Weg ist mir gleich wieder die gepflegte, schoen angelegte und extrem saubere Stadt aufgefallen. Das Hostel war ok, aber mehr auch nicht. Die naechsten Tage habe ich dann mit Sightseeing und dem Pre Medical Check up fuer Siemens verbacht, bei dem einige Tests (Sehtest, HIV, Urin...) gemacht wurden. Da ich von meinem Arzt in Freiburg fuer meine Schulter Krankengymnastik empfohlen bekam, musste ich bürokratisch wie in Deutschland zunaechst zu einem Orthopaeden, der mich dann weiter überwiesen hat. Nachdem dies schliesslich erledgit war, bin ich nun bei einem netten deutschen Physiotherapeuten, der mich auch gleich fuer das deutsche Fussballteam, nachdem es meiner Schulter besser geht, akquirieren will.

Singapur ist wirklich eine sehr saubere, gepflegte und durchorganisierte Stadt. Man findet sich sehr schnell zurecht und fuehlt sich aufgrund der schoenen Gestaltung in den Hauptvierteln Singapurs teilweise wie in einem Freizeitpark. Überall ist alles grün und man sieht Pflanzen und hört Vögel, die man nur aus botanischen Gärten kennt. Leider war ich bisher etwas faul Fotos zu machen, aber die folgen bald.

Am Freitag habe ich mich Abends noch mit einigen Praktikanten von Siemens im Ausgehviertel Clarke Quay getroffen. Besonders hier wirkt alles sehr künstlich, da es so sauber, neu und gepflegt ist. Auf einer Brücke im Viertel treffen sich viele Leute, die dort das vorher im Supermarkt „günstige“ Bier trinken und den Abend geniessen bzw. sich auf die restliche Nacht „vorbereiten“. Später ging es dann noch in einen Club bis morgens in meinen Geburtstag reinfeiern...

Am Sonnabend konnte ich dann endlich in meine Wohnung für die nächsten Monate ziehen. Da die Mieten in Singapur extrem hoch sind, können sich die wenigsten Leute eine eigene Wohnung leisten. Anfangs hatte ich zwei Wohnungen zur Auswahl. Ich habe mich für die günstigere Wohnung mit der besseren Lage entschieden. Mit einem chinesischen Ehepaar und einem Inder, welchen ich bisher nur einmal gesehen habe und der den völlig untypischen Namen Ranschid trägt, wohne ich in Farrer Park / Little India. Die Wohnung besteht aus Wohnzimmer, Kueche, Esszimmer, drei Schlafzimmern und zwei Baedern. Ausserdem kommt woechentlich noch eine Maid, die putzt, wäscht und bügelt J Sie spricht nur Chinesisch, sodass ich mindestens einmal pro Woche ein paar Fetzen sprechen kann. Da ich sowieso nur wenig Zeit in der Bude verbringe, reicht die Wohnung vollkommen aus und ist besonders von der Lage her super. Meine Wohngegend ist im Vergleich zu Downtown Singapore richtig asiatisch bzw. indisch. Viele Leute, meistens Inder, wuseln oftmals laut zwischen Autos umher. 100m von meiner Wohnung entfernt ist das bekannte Mustafa Shopping Center, welches 24/7 geöffnet ist und man wirklich alles außer Autos kaufen kann. Zwar ist die Warenpräsentation und die Logik der Sortierung schwer zu erkennen, aber trotzdem ist es erstaunlich was es alles dort zu kaufen gibt. Abends habe ich mich dann noch mit ein paar Leuten zum Bundesliga schauen getroffen und konnte einen dringend notwendigen Sieg des FCK feiern.

Am Tag des Herrn bin ich mit anderen Praktikanten auf die zum größten Teil künstlich angelegte Insel Sentosa gefahren. Hier kann man diverse Freizeitaktivitäten (Sommerrodelbahn, Universal Studios, SeaLife, wandern....) betreiben. Wir wollten uns aber nur auf einen der vielen Strände chillen und das gute Wetter genießen. Die Strände sind für einen Stadtstrand wirklich extrem gut. Das einzige was das Bild etwas trügt, sind die vielen grossen Tanker vor der Insel. Das Meer war allerdings sauber, nur eine wirkliche Abkühlung war es aufgrund der hohen Wassertemperatur nicht. Am Stand war ich dann auch motiviert ein paar Fotos (siehe hier) zu schiessen. Auf Sentosa Island fühlt man sich wirklich wie im Europa Park bzw. Disneyland. Es fehlt nur noch irgend ein Maskottchen, das durch die Gegend läuft und Kinderhände schüttelt. Ansonsten gibt es natürlich zahlreiche Beachbars (Café del Mar...) bei denen ich jedoch zu geizig bin für 2 Bier 8 Euro zu zahlen. Dann doch lieber vorher bei einem 7eleven vorbeischauen.

Nach einem ausgiebigen Tag am Strand waren wir dann Abends zusammen in „meinem Block“ noch etwas essen und heute ging es dann mit dem ersten Arbeitstag bei Siemens los, bei dem hauptsaechlich organisatorische Sachen geklaert wurden.

Siemens Singapur ist das asiatische Headquarter, hat ein relativ grosses Gebaeude mit eigenem Gym, dass ich zur Zeit leider noch nicht nutzen kann. Mittags kann man in der Kantine essen oder wenn man es lieber asiatisch und guenstig mag in einem der diversen Foodcourts, wo man fuer ca 2 Euro ein Mittagessen von indisch über chinesisch bis indonesisch etc. bekommt. Im Büro hört man öfters einige Kollegen Chinesisch sprechen und bei Sätzen wie „mei you“ oder „bu zhidao“ fühlt man sich gleich wie daheim bzw. an die guten alten Tage in Hangzhou erinnert. Allerdings gibt es hier keinen Wu Jianlin aka Frank, der sich erst mal den ganzen Mageninhalt durch die Nase auf dem Klo zieht und ordentlich ins Pissoir rotzt.

Das waren nun die ersten Eindrücke und Erlebnisse in Singapur. Am kommenden Wochenende geht es wahrscheinlich mit einigen Praktikanten nach Malaysia ins Paradies auf die Insel Dayang. Hier schon mal ein Vorgeschmack...

Sonntag, 3. Januar 2010

Bye bye Asia - but I will be back!


320 Tage Asien sind vorbei. Die Zeit ist dahin geflogen und letzten Endes kommt es mir wie ein Film vor, der wahnsinnig schnell an mir vorbei gezogen ist. Die vielen Eindrücke und Erlebnisse konnte man in so einer kurzen Zeit gar nicht richtig wahrnehmen und verarbeiten. 
Dieses Jahr in Asien, war wohl das beste, was ich bisher erlebt habe. Ich kann nur jedem empfehlen diesen Kontinent zu besuchen, sich auf ihn einzulassen und lieben zu lernen. 
Definitiv werde ich unseren größten Kontinent so bald wie möglich wieder besuchen.

Zunächst möchte ich mich bei den vielen Begleitern meiner Zeit in Asien bedanken und besonders bei Max, Fabian und Angelina. Und natürlich möchte ich mich noch bei den treuen Lesern meines Blogs bedanken und hoffe, ich konnte durch meine Berichte, Bilder und Videos einigen die Länder und Städte, welche ich besuchte, näher bringen und Reiselust auf Asien erwecken. 

Hier sind noch 20 Dinge, die ich für Asien wärmstes empfehlen kann:
  1. Bungee Sprung vom höchsten Bungee Turm der Welt (Macau)
  2. 10km auf der chinesischen Mauer von Jinshanling nach Simatai laufen
  3. Die Verbotene Stadt in Peking (China) besichtigen
  4. Eine Bootsfahrt durch die Halong Bay (Vietnam)
  5. Mit einem Fahrrad entlang des Li Rivers in Xingping (China) fahren
  6. Besuch des Westlakes & Tempeln in Hangzhou (China)
  7. Feiern auf der Fullmoonparty in Thailand
  8. Die Skyline Hong Kongs bestaunen
  9. Schnorcheln auf den Gili Islands (Indonesien)
  10. Shoppen und feiern in Shanghai (China)
  11. Wellenreiten & Rafting auf Bali (Indonesien)
  12. Einen Abend im Massagetempel in Hangzhou (China)
  13. Elefantenreiten in Thailand
  14. Die Yellow Mountains (China) hinabwandern
  15. In einer „Piratenbar“ in Xitang (China) abstürzen
  16. Jiaozi und Tsingtao in Hangzhou (China) genießen
  17. Im größten Casino der Welt „Venetian“ (Macau) Roulette spielen
  18. Die meist besuchte Kreuzung der Welt in Shibuya, Tokyo (Japan) überqueren
  19. Entspannen auf der malaysischen Insel Tioman
  20. Party in Lan Kwai Fong, Hong Kong

Samstag, 2. Januar 2010

Good morning Vietnam

Mein letzter Trip in Asien ging durch Vietnam. Die Reise begann in der Hauptstadt Hanoi, wo ich meine Familie wieder sah, mit denen ich durch das Land tourte. Die Hauptstadt Hanoi erschien mir als die ärmste und unterentwickelste Hauptstadt eines Landes, die ich bisher gesehen habe. Ärmliche Verhältnisse, schmutzige Straßen, dreckige Luft und nur wenige Sehenswürdigkeiten machen diese Stadt nicht wirklich attraktiv. Deshalb ging auch unser erster Tagesausflug zur „Perfume Pagoda“ am „Perfume Fluss“, ca 2 Stunden entfernt von Hanoi. Mit einem kleinen wackligen Ruderboot ging es auf dem Fluss durch eine Karsthügellandschaft zu den Bergen mit der Pagode. Nach einer kleinen Wanderung und einer Gondelfahrt kamen wir zur Pagode und einer Höhle, in dem Mönche beteten. Die klaren und sauberen Seelen der Mönche, welche so rein sind, dass sie wundervoll duften, gaben dem Fluss und der Pagode den Namen „Perfume Pagode“.

Am nächsten Tag ging es zum größten National Park Vietnams, den Cuc Phuong National Park. Die ca. 4 stündige Fahrt auf wackligen Straßen durch ärmste Dörfer war aufgrund des rasanten Fahrstils besonders für meine Familie, welche die extreme Nicht-Achtung der Straßenverkehrsregeln noch nicht kannten, ein überraschendes Abenteuer. Im Park angekommen erfrischte uns zuerst die klare Luft. das Zwitschern der Vögel im Dschungel war Balsam für die durch Mopeds geplagten Ohren. Doch leider war die Unterkunft im Park das Gegenteil von der guten Landschaft des National Parks. Im Park besuchten wir das „Primary Rescue Center“, in dem vorm Aussterben bedrohte Affen aufgezogen wurden. Außerdem machten wir noch eine kleine Radtour durch den Botanischen Garten des Parks. Der Aufenthalt in der Natur wurde durch eine Wanderung durch den Dschungel abgeschlossen. Bei der Wanderung sahen wir riesige Schmetterlinge, dunkle Höhlen, Lianen, riesige Bäume und andere tropische Pflanzen. Unsere Wanderung führte uns außerdem zu einem 1000 Jahre alten Baum, der neben seinem Alter auch durch seine gigantische Größe beeindruckte.

Von National Park ging es zur Halong Bay. Die Bucht steht zur Wahl der sieben Natur Wunder und ist wohl die Sehenswürdigkeit Vietnams schlechthin. Nach der spärlichen Unterkunft in Cuc Phuong erwartete uns in der Halong Bay unser eigenes Luxussschiff. Mit traumhaften Kabinen und eigener Crew ging es auf die Spuren Jack Sparrows durch das chinesische Meer entlang der vielen Karstinseln. Mit erstklassigem Seafood und bestem Wetter entspannten wir auf unserem Schiff über dem zahlreiche Seeadler kreisten. Wir erkundeten eine gigantische, schön ausgeleuchtete Höhle und kletterten einen Berg für die perfekte Aussicht über der Bucht hinauf. Außerdem fuhren wir mit einem kleinen Boot durch die Fischerdörfer, die durch die Bucht von dem rauen Meer geschützt auf dem Wasser leben. Ein besonders schönes Erlebnis war das Kanu fahren durch die traumhafte Landschaft. Durch die kleine Größe des Bootes konnte man Höhlen durchqueren, hinter denen uns geschützte Seen erwarteten. Die Ruhe, das türkisfarbene Wasser und die unglaubliche beeindruckende Kulisse machten die Halong Bay unvergesslich.

Die Reise wurde dann per Flugzeug fortgesetzt und ging in die alte Hauptstadt Vietnams Hué. Hier besuchten wir die Zitatelle und die Verbotene Stadt, welche nach dem Vorbild der Verbotenen Stadt in Beijing gebaut wurde. Allerdings war sie lang nicht so schön und so groß wie diese aber auf jeden Fall einen Besuch trotz der Hitze wert.

Nach den vielen Sehenswürdigkeiten und Städten war es Zeit für den Besuch Hoi Ans, wo wir uns in einem schönen Ressort am Strand einquartierten. Wir genossen die schöne Poollandschaft, den Strand, das Meer, die Palmen und das gute Wetter, bevor wir in die größte Stadt Vietnams Ho Chi Minh City (früher Saigon) flogen. Ho Chi Minh Cty ist im Vergleich zu Hanoi super entwickelt. Es ist um einiges sauberer, gepflegter und westlicher. Alte Kolonialbauten und die Millionen von Mopedfahrern geben der Stadt einen besonderen Charme. In der Millionenmetropole konnte ich ein vorerst letztes Mal das Handeln und damit verbundene günstige Einkaufen genießen. In Ho Chi Minh bot es sich außerdem an einen Ausflug in das Mekong Delta zu unternehmen. Das nach dem Amazonas zweitgrößte Delta der Welt war durch die Labyrinthartigen von Palmengesäumten Kanäle und der wilden Natur und Tierwelt ein schöner Abschluss meines Asienaufenthaltes.

Da meine Kamera auf dem letzten Trip aufgrund des schlechten Stromsystems Vietnams beim Aufladen relativ früh außer Gefecht gesetzt wurde, gibt es leider vorerst kein Video von Vietnam. 

Dienstag, 15. Dezember 2009

Zàijiàn Xianggang



Das zweite Kapitel, mein Semester in Hong Kong (Mandarin: Xianggang), meines Jahres in Asien schließt sich am Samstag. An diesem Tag fliege ich nach Hanoi, Vietnam, wo ich meine Familie wieder sehe und einen letzten zweiwöchigen Trip in Asien machen werde, bevor es zurück ins kalte und graue Deutschland geht. 
Aber bevor es nach Vietnam geht, möchte ich die letzten Wochen in Hong Kong ein bisschen Revue passieren lassen und noch einige Eindrücke Hong Kongs schildern.
Die Wochen in Hong Kong, nach dem Besuch meiner Freundin, wurden mit viel Arbeit der Hong Kong Baptist University gewidmet. Einige Präsentationen, Assignments und Grouppapers mussten fertiggestellt werden. Das stressige daran, war hauptsächlich die Unfähigkeit der Gruppenmitglieder, die meistens zu faul oder zu inkompetent waren, um anständige Präsentationen oder Paper zu erstellen. Dies raubte mir und Fabian einige Nerven und ließen sogar manche graue Haare sprießen. Doch letzten Endes hat es doch irgendwie geklappt, die Sachen zwar nicht perfekt aber rechtzeitig abzugeben. Jetzt stehen die letzten Klausuren noch an bevor das Auslandssemester abgeschlossen werden kann. 
Die Wochenenden zuvor haben wir noch mit einem Besuch in Shenzhen (Mainland China) genossen. Dort quattierten wir uns in einer Suite ein, feierten Abends in einem der vielen Clubs und entspan
nten uns in einem luxuriösen Spa. Außerdem konnte ich endlich wieder richtige chinesische Jioazi essen, von denen die Mitgereisten ebenfalls begeistert waren.
Das letzte richtige Wochenende haben wir dem Restaurant- und Kneipenviertel Soho einen Besuch abgestattet und uns ein leckeres Essen bei einem Mexikaner gegönnt.
Ansonsten habe ich dem Viertel Mongkok noch öfter besucht, um noch einmal in das typische Feeling Hong Kongs mit unzähligen leuchtenden Werbetafeln einzutauchen und natürlich, um etwas zu shoppen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass Hong Kong eine wahnsinnig interessante, pulsierende und aufregende Stadt auf "höchschdem Niveau" (Jogi Löw) ist, in der ich mir auch vorstellen kann länger zu leben. Der Lebensstandart in dieser sauberen internationalen Stadt ist mit einer super Infrastruktur, tollen Lage und super Klima einfach perfekt für einen längeren Aufenthalt. Innerhalb einer halben Stunde kann man im Mainland China sein oder am Strand liegen und im Meer baden oder eine Insel um Hong Kong besuchen. Außerdem bietet sich immer mal ein Besuch Macaus, dem Las Vegas Asiens , an, in dem man sein Glück versuchen oder einfach nur die prächtigen Casinos bestaunen kann. 
Doch besonders für Leute in meinem Alter sind die Ausgehmöglichkeiten in Hong Kong sensationell. Mit zwei Partyvierteln "Lang Kwai Fong" und "Wan Chai" schläft diese Stadt nie. Besonders für Frauen ist sie attraktiv, da diese Mittwochs und Donnerstag in den meisten Kneipen Hongkongs umsonst trinken dürfen. Die stilvollen und gepflegten Clubs in "Lang Kwa Fong" sind wie fast al
le asiatischen Zappelbunker mit den deutschen, in denen sich oft Abschaum rumtreibt, kaum zu vergleichen. 
Hong Kong ist also eine Stadt, die auf jeden Fall einen längeren Besuch wert ist und die ich sehr vermissen werde. 
Von links nach rechts: Jannik, Fabian, Ich, Jakob
Abschließend möchte ich mich noch ganz besonders bei meinen Begleitern in dieser tollen Zeit bedanken: meinem Zellengenossen Fabian, dem chilligen Genießer Jannik und der feierwütigen Frankensau Jakob.

Und hier noch ein Video zum Abschied meines Aufenthaltes in Hong Kong.

Sonntag, 29. November 2009

Shibuya, Mangas & Schreine - Tokio, größtes Kaff der Welt

Mitte November sind Fabian und ich in das Land der aufgehenden Sonne, Japan, geflogen. Nach einem langen Flug mit Zwischenstopp im eiskalten Beijing erwartete uns Tokio mit royal blauem Himmel und lachender Sonne. Trotzdem waren die 12°C für uns wärmeverwöhnten Studenten aus Hong Kong mit 24°C Anfang Dezember eine enorme Umstellung.

Unser Hostel befand sich im Viertel Asakusa, das sich nicht gerade im Zentrum der Stadt befand. Deswegen wunderten wir uns zunächst nicht über das ruhige und saubere Viertel. Viele Autos gab es nicht zu sehen, und wenn waren sie extrem leise. Fast alle fahrbaren Untersätze in Tokio sind Hybrid- oder Elektroautos was die Stadt extrem ruhig macht.

Das Zimmer der Unterkunft, war wie die meisten Wohnungen in der größten Stadt der Welt winzig. Das Hostel an sich war sehr sauber und konnte vor allem mit der hoch entwickelten Toilette, die voll elektronisch und mit selbst wärmender Brille durchaus komfortabel waren, überzeugen. Solche stillen Örtchen sind aber in Japan, wie wir nach einiger Zeit fest stellten, völlig normal. 

Innerhalb Tokios bewegten wir uns nur mit der U-Bahn, was aufgrund des riesigen Netzes wirklich einfach und nicht stressig ist. Die meisten Japaner nutzen dieses Verkehrsmittel und allein durch die Nutzung lernt man typische japanische Eigenschaften kennen. Wirklich jeder Japaner sitzt oder steht mit seinem Handy, einer PSP oder Gameboy in der U-Bahn. Eine andere Möglichkeit ist noch das lesen von Manga Heften. Bei beiden Varianten spielt das Alter der Person jedoch keine Rolle. Vom Schüler bis zum Rentner werden die neuesten Technologien genutzt und Manga Hefte gelesen. 

Zunächst verschafften wir uns einen Überblick über die ganze Stadt vom Tokio Tower, der dem Eifelturm nachempfunden ist. Oben auf der Plattform angekommen, sah man ausschließlich Häuser, egal wo das Auge hinblickte. Trotzdem viel eines sofort auf, und zwar, dass Tokio keine richtige und heraus stechende Skyline, wie Hong Kong oder Shanghai hat. Die Häuser waren im Vergleich zu diesen anderen Metropolen kleiner aber dafür an der Masse umso mehr.

Nach dem Tokio Tower besuchten wir noch einige typisch japanische Parks. Zu diesen sind wir beispielsweise gelaufen und keinem von uns wurde aufgrund des leisen Straßenverkehrs und der normalen Menschenmengen bewusst, dass man sich in der größten Stadt der Welt befand.

Das Sightseeing ging an den nächsten Tagen mit den Vierteln Roppongi, Ueno, Shijuku und Akibara weiter. Wir schauten uns das Regierungsviertel, Pagoden, Schreine und japanische Märkte an. Außerdem besuchten wir eines der größten elektronischen Kaufhäuser. Dieser Besuch war anhand der vielen Reklamen, schreienden Verkäufern und überfüllten Regalen eine Überreizung der Sinne. Das Kaufhaus muss man sich praktisch wie einen 10 stöckigen Mediamarkt vorstellen, in dem es gerade irgendein spezielles Angebot gibt.

Am meisten beeindruckte uns allerdings das Viertel Shibuya. Erst hier wurde einem bewusst, dass in Tokio, die meisten Menschen unseres Planeten leben. Shibuya ist geprägt von Leuchtreklamen, die um die Wette blinken und leuchten. Riesige imposante LCD Bildschirme prasseln mit Werbung oder Musikvideos auf einen herab. Unheimlich  ist die Kreuzung in Shibuya, welche die meisten Menschen überqueren. Alle 30 Sekunden, wenn von rot auf grün geschalten wird, überquert eine riesige Menschenmasse diese Kreuzung. Das lustige und krasse ist wirklich, dass sich dieses Spektakel unbegrenzt wiederholt. Shibuya spiegelt also das wieder, was wohl jedem im Kopf ist, der an Tokio denkt.

Insgesamt gefiel uns der Besuch Japans, bei dem wir uns sehr viel angeschaut hatten und auch einige neue und leckere kulinarische Erfahrungen machen durften.