Montag, 5. September 2011

The dog in Kuala Lumpur


Am Samstag ging es fuer einen Kurztrip in die Haupstadt Malaysias, Kuala Lumpur (KL). Bereits im Vorfeld erfuhr ich, dass KL nicht wirklich viel zu bieten hat. Ausser den beruehmten Petronas Twin Towers und den sogenannten Batu Caves gibt es nicht wirklich viel zu sehen. Deshalb entschieden wir uns fuer einen Hinflug am Samstag morgen und einen Rueckflug am Samstag Abend. Vom Flughafen in KL ging es dann direkt zu den Petronas Towers, sodass wir dort gegen 9Uhr morgens ankamen. Die zwei Tuerme waren bis zum Jahr 2004 mit 452m Hoehe, das hoechste Gebaeude der Welt. Allerdings gibt es einige Hochhaeuser, die bereits hoeher sind. Trotzdem waren die Tuerme von ihrer Architektur her beeinduckend.

Vor Ort merkten wir, dass man sich fuer die Aussichtsplattform, wohl schon um 6Uhr anstellen muesse und man mittlerweile ueber 1,5 Stunden haette warten muessen, um ueberhaupt erst mal ein Ticket zu bekommen. Das lag vor allem daran, dass lediglich ein Schalter vom Ticket Office geoeffnet war. Bei niedrigen Arbeitskosten in Malaysia und an einem Samstag, wo durchaus Touristen unterwegs sind, war dies doch sehr verwunderlich, aber mal wieder typisch fuer einige Laender Asiens. Lieber Leute beschaeftigen, die teilweise einfach nur rumstehen und Tueren aufhalten, anstatt einen Kassierer einzustellen, der fuer mehr Einnahmen und Zufriedenheit bei Touristen sorgt.

Da die Skyline von KL auch nicht wirklich beeindruckend ist, entschieden wir uns gegen die Warterei und fruehstueckten in der Mall der zwei Tuerme.

Danach ging es zu den Batu Caves. Dort angekommen empfing uns eine 43m hohe Statur des Hindu Gottes Murugan. Danach ging es 272 steile Treppenstufen hinauf zu den Kalksteinhoehlen. Auf dem Weg trifft man auf zahlreiche Makaken, die sich gerne von den Besuchern fuettern lassen oder einfach selbst bedienen. Die groesste Hoehle ist eine 100m hohe Tempelhoehle, in der viele Schreine errichtet wurden. Allerdings wurde diese Hoehle bereits zu stark von ihrer urspruenglichen Form mit Betonfussboden zahlreichen Gelaendern und riesigen Scheinwerfern entstellt.

Allerdings gab es noch die „Dunkle Höhle“, ein über zwei Kilometer ausgedehntes, relativ unberührtes Höhlensystem. Die Hoehle ist eine der aeltesten der Welt und hat eine einzigartige Fauna zu bieten. Mit Taschenlampen und einem Guide ging es dann in das schwarze Loch, in dem man bereits das Gequietsche der Fledermaeuse hoerte. An manchen Stellen entlang des Weges, gab es so viele Insekten auf dem Boden, dass es schien, als bewege sich der ganze Boden. Neben anderen beeindruckenden Insketen und Schlangen gibt es nur in dieser Hoehle die sogenannte Gliederspinne, die vor dem Aussterben bedroht ist.

Der lispelnde Guide sprach waehrend der Fuerhung immer wieder von einem Hund „Dog“, der anscheinend auch in der Hoehle lebt und beispielsweise tote Fledermaeuse frisst. Wo immer es moeglich war nannte er den geheimnisvollen „Dog“ nach einer Spannungspause: „Here you see a skeletton of a bat. Maybe it was sick and fell down. And then it was eaten by..........THE DOG“. Nachdem er dann noch “The snake” in die Fuehrung mit einbaute, reimten wir uns natuerlich die lustigsten Geschichten zusammen. Am Ende der Fuehrung hatten wir dann auch noch das Glueck „the Dog“ zu sehen. Alle Mitglieder der Fuehrung ruften dann auf einmal „ohhh the dooog“ und leuchteten den armen haesslichen Koeter an, der nachdem er die Aufmerksamkeit kurz genoss, sich weiter seine Suche nach toten Fledermaeusen machte.

Dann hatten wir auch schon die Hauptsehenswuerdigkeiten von KL abgeharkt. Nachdem uns ein Taxifahrer zunaechst in irgend eine Fabrik von Zinnbechern fuhr, wo wir die Produktion erklaert bekamen und natuerlich anschliessen etwas kaufen sollten, kamen wir am eigentlichen Ziel Chinatown an. Nach etwas herumschlendern hatten wir dann bereits um 14Uhr alles wichtige von KL gesehen und vertrieben uns den Rest vom Tag mit einem Friseurbesuch, Eis essen und ueberteurtem Bier. Am Ende kann man wirklich nur sagen „Kuala Lumpur, been there, done that“. Bilder gibt es hier.

Sonntag, 17. Juli 2011

Im höchsten Outdoor Pool der Welt mit Feuerwerk

An den Wochenenden, an denen nicht Südostasien erkundet wird, muss man natürlich auch etwas die Vorzüge von Singapur genießen. Shivani, eine Praktikantin bei Siemens, hatte in der Lotterie eine Suite in dem Luxushotel Marina Bay Sands gewonnen. Da sie passend dazu auch in dem selben Monat Geburtstag hatte, lud sie einige Praktikanten und Freunde in die Suite ein. Neben einem Casino, einem sehr luxuriösen und großen Shopping Center beherbergt das Hotel auch eine Skyterrace mit dem höchsten Outdoor Pool der Welt.
Die drei Türme des Hotels sind auf dem Dach miteinander verbunden. Für "normale" Touristen gibt es einen Skypark mit Restaurants und Bars von dem man Singapur von oben wunderbar genießen kann. Hotelgäste haben dann noch die Möglichkeit in dem traumhaften Infinity Pool über Singapur sich abzukühlen oder in einen der zahlreichen Whirlpools die Aussicht genießen. Der Poolbereich war also das Highlight an dem Abend, auch wenn das Wetter nicht gerade super war. Aber da es in Singapur immer heiß ist, sind Wolken zumindest ein Schutz vor Sonnenbrand.
Als wir dann im Pool die Seele baumeln ließen entdeckten wir auf einmal einige Marine Schiffe in der Marina Bay. Dazu kamen dann noch mehrere Kampfhubschrauber, die über das Wasser fegten aus denn dann Soldaten heraus sprangen. Darauf folgten dann nochmals 4 Kampfhubschrauber und zwei Transporthubschrauber, von denen einer eine wirklich riesige Singapur Flagge hinter sich herzog. Das wirkte alles wie in einem Actionfilm und völlig surreal. Wir kombinierten dann jedoch, dass das wohl eine Probe für den Nationalfeiertag im August sein könnte, was dann auch so war. Als es dann schließlich dunkel wurde, kam die nächste Überraschung. Denn dann wurde das grandiose Feuerwerk für den Nationalfeiertag geprobt, was wirklich eines der besten war, die ich bis dahin gesehen habe. Das lag sicher auch daran, dass ich in einem warmen Whirlpool über der Stadt lag. Man kann es also auch durchaus am Wochenende in Singapur aushalten.
Am Samstag habe ich dann mal den schönen Botanischen Garten in Singapur besucht, in dem man sich teilweise wirklich wie im Regenwald fühlt. Man glaubt nicht, dass man nur 10 Minuten von der Haupteinkaufsstraße Orchard Road entfernt ist.
Am Sonntag ging es dann mal wieder nach Sentosa, wo eine Freundin Geburtstag gefeiert hat. Wir hatten eine schöne Couchecke im Tanjong Beach Club mit hellblauem Himmel, Strand und klarem und zur Abwechslung mal kühlen Pool.
Die Wochenenden in Singapur können also auch recht schön sein. Hier gibt es Bilder.

Donnerstag, 14. Juli 2011

The Beach - auf den Spuren von Leonardo di Caprio

Viel Zeit ist vergangen seit ich das letzte Mal etwas von mir in meinem Blog hören lies. Das Wochenende in HongKong war sehr schön. Mit drei anderen Praktikanten habe ich die Sehenswürdigkeiten tagsüber und Abends die Bars und Clubs unsicher gemacht. Details zu HongKong und Bilder gibt es genug von früheren Einträgen. Ich hab jedoch festgestellt, dass HongKong definitiv mehr Charme als das teilweise künstlich wirkende Singapur hat. Allerdings denke ich, dass die Lebensqualität in Singapur höher ist.

Nach Hong Kong ging es nach einer zweitägigen Arbeitswoche nach Cambodia. Dazu folgt demnächst ein Eintrag und ein Video. Das Wochenende darauf, also das letzte hieß es mal wieder ab ins Paradies auf die Insel Koh Phi Phi in Thailand, wo unter anderem auch der Film "The Beach" gedreht wurde. Direkt nach der Arbeit ging der Flieger mit etwas Verspätung und 4 Praktikanten (Shivani, Mirko, Bettina und mir) gen Phuket, wo wir dann nach Ankunft gemütlich zu Abend aßen und die sehr sehr touristische Stadt mit unzähligen Bars und Clubs beäugten. Man kann es durchaus mit einem etwas besseren Mallorca vergleichen. Deswegen machten wir uns auch früh am nächsten Morgen mit der Fähre auf nach Koh Phi Phi. Nach 2 Stunden fahrt kamen wir endlich auf der Insel an. Offiziell ist in Thailand gerade Regenzeit und wenig Tourismus. Weder vom einen noch vom anderen haben wir etwas gemerkt. Relativ viele Touristen, Hotels und Hostels waren auf der Insel.
Nach kurzem Einchecken ging es dann endlich an den Strand. Das Wasser war heißer als in einer Badewanne sodass eine Abkühlung am Hauptstrand von Koh Phi Phi nicht wirklich möglich war. Mirko und ich beschlossen deshalb uns ein Kanu zu mieten und paddelten auf dem türkisfarbenen Wasser mit traumhafter Landschaft zum Monkey Beach. Wie der Name schon sagt, gab es dort neben uns zwei noch andere Affen. Der weiße feine Strand mit kristallklarem Wasser war völlig leer. Bevor wir jedoch komplett zu roten Krabben wurden, beschlossen wir zu den faul am Hauptstrand liegenden Fräuleins zurück zu rudern und dann zum Viewpoint von Koh Phi Phi wandern. Dort oben hat man einen super Ausblick über Koh Phi Phi und dem etwas entfernten Maya Beach ("The Beach). Wir aßen dann noch unter traumhafter Kulisse mit Sonnenuntergang zu Abend bevor wir das Nachtleben auf der Insel genauestens unter die Lupe nahmen.
Am nächsten Morgen hieß es dann für den ein oder anderen sich mit einer kleinen Katze im Kopf aufzuraffen, schließlich wollten wir zum Maya Beach. Wir hatten anfangs etwas Schwierigkeiten ein Boot mit Fahrer für uns zu finden. Schließlich fand sich dann noch ein Thai der uns zu der berühmten Insel fuhr. Jedoch merkten wir unmittelbar, warum sich Anfangs niemanden finden ließ. Die Wellen waren relativ hoch für das kleine Boot und besonders Shivani und Bettina schienen schon ihren Tod vor Augen zu haben. Klatschnass und nun auch völlig wach, erreichten wir die ersten versteckten Buchten rund um die Insel Pei Pei Lei, wo wir auch gleich eine Runde schwammen und schnorchelten. Trotz den vielen toten Korallen, war die Unterwasserwelt immer noch beeindruckend. Schließlich ging es nun zum Highlight, der Maya Beach. Da die Wellen rund um die Insel stärker wurden, mussten wir in eine andere Bucht fahren. Wir schwammen schließlich zu einer in den Fels gebauten Leiter, und oben angekommen erreichten wir nach einem kurzen Marsch schließlich "The Beach", der zwar mit Touris überhäuft aber immer noch beeindruckend war. Man müsste einfach Schauspieler sein, den Strand für sich alleine haben, ein bisschen Text auswendig lernen und Millionen dafür bekommen....Worte über Worte sagen nicht so viel wie Bilder (hier klicken) oder ein Video.
Abschließend muss ich sagen, dass Koh Phi Phi und die umliegenden Inseln traumhaft schön sind. Vor 15 Jahren mag dort das Paradies gewesen sein. Mir persönlich ist es dort schon zu touristisch und zu überlaufen - an das Robinson Crusoe Feeling von Rawa war dort kaum zu denken.

Freitag, 17. Juni 2011

King Luis auf Borneo

Ende Mai ging es für ein Wochenende mit Bettina und Mirko per Flieger nach Borneo (Malaysia), genauer gesagt nach Kuching, die Hauptstadt des Staates Sarawak und frühere Hauptstadt der weißen Rajas von Borneo (Bilder hier klicken). Kuching bedeutet übersetzt Katze. Man findet auch an zahlreichen Ecken Katzenstatuen.
Wirklich viele Sehenswürdigkeiten hat Kuching nicht zu bieten. Außer einigen wenigen schönen Kolonialgebäuden gibt es in der Stadt recht wenig zu besichtigen. Besonders das Rathaus im weißen Kolonialstil beherbergt ein gutes westliches Restaurant in tollem Ambiente, in dem wir auch meistens gegessen haben. Dort gab es wirklich sehr leckere Spaghetti Carbonara, was durchaus eine Abwechslung zu dem Essen in Singapur war. Die Stadt am Südchinesischen Meer bietet in der Umgebung mehr Attraktionen an. Deshalb machten wir auch einen Tagesausflug
in das Orang Utan Wildlife Sanctuary, wo Orang Utans noch in ihrer natürlichen Umgebung in freier Wildbahn im Regenwald leben. Orang Utans kommen außer auf Borneo nur noch auf Sumatra vor.
Im Regenwald angekommen, wurde dann erstmal der zuvor im Auto getrunkene halbe Liter Wasser sofort wieder ausgeschwitzt. Im Dschungel war es wirklich unmöglich heiß und schwül und man kann sich nur wundern, wie sich Orang Utans mit ihrem dicken roten Fell dort so wohl fühlen können. Auf einem Pfad sind wir zu einer Fütterungsplattform mitten im Regenwald durch die Hitze gewandert. Dort saßen schon King Luis und seine Affenbande und haben es sich mit Bananen und anderen Früchten gut gehen lassen. Die meisten der Affen "chillten" oder kappelten sich. Es gab jedoch, Gott sei Dank, auch Außnahmen, die ein paar schöne Klettereinlagen lieferten.
Die restliche Zeit in Kuching nutzen wir mit einem Stadtbummel und genossen die tropische Sonne und die Spaghetti Carbonara in Kuching.

Morgen geht es bis Montag Abend nach in den "duftenden Hafen" Hong Kong, wo ich bereits 2009 ein Semester studiert habe. Bilder von Hong Kong gibt es hier. Und am kommenden Donnerstag heißt es dann ab auf die Spuren von Indiana Jones und Lara Croft zu uralten Tempeln in den Dschungel von Kambdoscha.


Montag, 30. Mai 2011

Kanu durch den Dschungel, Wasserfälle & Armut en masse


“Etwas verspaetet” kommt nun auch eine Schilderung der Reise nach Manila auf die Philippinen ueber Ostern. Am Karfreitag ging es mitten in der Nacht auf den Inselstaat. Hendriks Vermieterin ist Phlippinerin und fragte vorher einen Freund, ob er uns in Manila und der Umgebung etwas herumfahren koennte. Frueh morgens gegen 6Uhr kamen wir in der Hauptstadt der Philippinen an, wo uns weder so schwueles Wetter wie in Singapur erwartete noch ein Fahrer bzw Freund Hendriks Vermieterin. Wir warteten eine Stunde am Flughafen und fruehstueckten waehrend wir mehrmals versuchten den Freund anzurufen. Schliesslich nahmen wir ein Taxi zu unserem Hotel. Schon auf der Fahrt sahen wir die ganze Armut der Bevoelkerung. Wir fuhren an vielen Slums vorbei, sahen viele Menschen auf den Strassen schlafen bzw. haußen und vor allem auch viele Strassenkinder.
Nach einem kurzem Schlaf im Hotel erreichten wir schließlich unseren Fahrer. In der Hotellobby fragte ich die Rezeptionistin, was es für Sehenswürdigkeiten in Manila gäbe. Sie schaut nur komisch und sagte, dass es hier nichts zu sehen gäbe. Vor dem Hotel empfingen uns erst mal ein paar Straßenkinder, die uns anbettelten und Philippinos, die uns Uhren oder anderen Ramsch verkaufen wollten. Schließlich kam unsere Fahrer, der uns dann etwas durch Manila fuhr. In der "Altstadt" machten wir halt und fuhren mit einer Kutsche an den älteren Gebäuden aus der spanischen Konolialzeit vorbei und hielten an dem ein oder andern Plätzchen. Außer einer Kirche, der Stadtmauer gab es eigentlich nicht wirklich etwas zu sehen. Lediglich die Armut war beeindruckend. Der Kutscher zeigt uns auch ganz Stolz die Grundschule Manilas und die Universität. Beide Gebäude waren so heruntergekommen, das funktionsmäßige Fenster, oder anständige Mauern eher Seltenheit waren.
Nach der Altstadt ging es dann noch zur Uferpromenade, die an sich in Ordnung und für Manila relativ schön gestaltet war, allerdings auch nichts besonderes.
Da Karfreitag war hatten wir Glück. Zum einen waren die meisten Philippiner nicht in Manila, sodass wir kaum Staus hatten und zum anderen, da wir teilweise sehen konnten, wie christlich und wie stark der Karfreitag dort gefeiert wurde. Zahlreiche riesige christliche Pappmaché Figuren stellten die Kreuzigung bzw den Weg der Kreuzigung an vielen Straßen da. Die Bevölkerung brachte für die ärmlichen Verhältnisse also einiges auf die Beine, was sich auch durch eine nur für diesen Feiertag aus Styropor gebaute Kappelle zeigte.
Den nächsten Tag nutzten wir dann um uns die ca. 3 Stunden entfernten Pagsanjan Wasserfälle anzuschauen. In dem kleinen Ort angekommen, ging es dann mit einem Kanu auf eine lange Fahrt zwischen einer Schlucht durch den Dschungel. Die Landschaft war atemberaubend und wurde am Ende der Fahrt mit einem großen Wasserfall getoppt.
Am nächsten Tag vor dem Abflug ging es dann noch in die Mall of Asia, die vor ein paar Jahren noch die größte Mall Asiens war und unter anderem auch eine Eishalle beinhaltet. Insgesamt hat sich die Einschätzung der Rezeptionistin bestätigt, dass wirklich keine oder kaum Sehenswürdigkeiten in Manila gibt. Trotzdem war es den Ausflug allein schon wegen dem Trip mit dem Kanu wert (für Bilder hier klicken).
Da ich nicht die Urheberrechte der Lieder für die Videos habe, werden diese auf youtube meistens wieder gelöscht. Und hier auf Blogspot kann ich die Videos aufgrund der limitierten Speicherkapazität für Videos nicht gerade in guter Qualität hochladen. Trotzdem wünsch ich viel Spaß beim Anschauen:

Donnerstag, 12. Mai 2011

Passierschein A38, BBQ am Pool & Affen mitten in Singapur

Nach etwas längerer Berichtabstinenz kommen nun ein paar Zeilen über die letzten Wochen in Singapur. Über den Trip über Ostern auf den Philippinen in Manila kommt ein Bericht sobald ich Zeit finde, das Video zu basteln.

Aber nun zu Singapur (Bilder: hier klicken): Für die Wochenenden, die man oft auf Sentosa verbringt, war es durchaus angebracht, mit zwei anderen Praktikanten eine Kühlbox zu erwerben. Wo bekommt man also so etwas und auch möglich günstig? Na klar, im Mustafa Center bei mir um die Ecke, wo es alles zu kaufen gibt außer Autos. Also ab rein und gleich mal den ersten Angestellten gefragt. Wir wurden ins 2. Untergeschoss geschickt.Da in diesem „Kaufhaus“ Orientierung und Logik Fremdwörter sind, fragten wir unten gleich den nächsten Angestellten. Der schickte uns 30 Meter geradeaus weiter. Von dort ging es nach Befragung des nächsten Angestellten nach rechts und wieder ein paar Meter weiter. So erging es uns noch dreimal – fragen, Antwort bekommen, und sich durch die Gänge quetschen, bis wir am Ende des 2. Untergeschosses waren, wo man komplette Küchen kaufen kann. Der Mitarbeiter vor Ort sagte uns dann ganz locker: „An Icebox? Go to the 3rd floor.“

Zu Hause denkt man: nun, ist jetzt ja nicht so stressig. Man fährt einfach ein paar Rolltreppen hoch oder nimmt den Aufzug. Das Problem im Mustafa Center ist erstens, dass diese Rolltreppen oder Aufzüge nicht leicht zu finden sind und dann auch nicht, wie in Deutschland, ineinander übergehen. Das bedeutet also, erst mal Rolltreppe eins finden, zwei Stockwerke höher und dann dann die nächste Rolltreppe oder Treppe suchen. Es ist also wie bei „Asterix erobert Rom“ mit Passierschein A38. Im 3. Obergeschoss fanden wir dann relativ schnell die passende Kühlbox für uns und die zukünftigen Tage auf Sentosa sind gerettet.

Mittwochs treffen sich immer einige von uns auf der Brücke in Clarke Quay. Dort wird dann das vorher erstandene „günstige“ Bier vom 7eleven gemütlich getrunken und dann je nach Lust und Laune geht’s noch in einen Club, in denen vor allem eine Diskriminierung von Männern stattfindet. Frauen haben meistens freien Eintritt und dann auch noch einige Freigetränke. In der guten alten EU wäre so etwas nicht möglich mit dem Antidiskriminierungsgesetz.

An einem der letzten Samstage haben wir ein BBQ bei einem guten Freund und Praktikanten Hendrik am Pool gemacht. Leider ist dieser gestern schon wieder abgereist. Das BBQ war natürlich vom Essen her nicht mit richtig gutem deutschem Grillen oder Schwenken zu vergleichen, aber die Location am Pool unter Palmen und dauerhafter Wärme, macht dann schon einiges wieder weg.

An einem anderen Wochenende machten wir uns auf den Weg die höchste Erhebung Singapurs zu besteigen, den Bukit Timah mit ärmlichen 163m. Die Höhe sollte man allerdings bei 90-100% Luftfeuchtigkeit und 30°C nicht unterschätzen. Um den Mount Everest von Singapur herum ist eine kleine Fläche Regenwald mitten in der Stadt und es gibt frei lebende Affen, bunte Vögel und sogar Pythons. Es war also ein zwar anstrengender aber ganz schöner kleiner Ausflug. Danach ging es dann noch zur Marina Bay, wo das Marina Bay Sands Casino Hotel ist, die Boxengassen des Formal 1 Rennen, und man auch einen recht guten Blick auf die Skyline Singapurs hat.

Ansonsten habe ich die letzten Tage noch mit einem Besuch im Chinese Garden Singapurs vund ein paar Abenden in der Arab Street im Stadtteil Bugis verbracht. Dort gibt es einige schöne Kneipen. Ähnliche und von der Location noch bessere Bars findet man bei Somerset.

Ansonsten wurde an den letzten Wochenenden immer ausgiebig gefeiert, vor allem da der Abschied Hendriks näher rückte. Eines muss man wirklich Singapur lassen, die Locations der Parties und die Möglichkeiten sind durchaus nicht schlecht. Wir waren auf einer wirklich super Beach Party auf Sentosa, mit bekannten DJs, Pools, Palmen und Strand. An einem anderen Abend ging es zuerst ins Casino und dann in einen der vielen Clubs Singapurs. Das einzige Problem an den Ausgehmöglichkeiten oder generell in Singapur sind die enormen Getränkepreise.

Und nun noch ein paar andere kleine Singapurgeschichten. Besonders aufgefallen ist mir der unglaublich schlechte Service in indischen Restaurant bzw. Lokalen mit indischen Angestellten. Entweder bekommt man sein Essen gar nicht, oder total verspätet oder einfach richtig liebevoll vor sich hingeworfen.

Die Infrastruktur in Singapur ist hervorragend und die öffentlichen Verkehrsmittel sind wahrscheinlich als in europäischen Stadt. Die U-Bahn ist perfekt organisiert, klimatisiert und idiotensicher. Das Busverkehrsnetz ist an sich auch super, klimatisiert und mit einer hohen Frequenz. Das einzige Problem ist, dass im Bus nie angezeigt wird, wo man sich gerade befindet bzw. welches die nächste Haltestelle ist. Das kann bei vorher nicht bekannten Zielorten durchaus stressig sein und oft steigt man die ein oder andere Station zu spät oder zu früh aus, was bei der Hitze hier, mehr oder weniger tödlich sein kann.

So weit zu den letzten Wochen hier in Singapur und der Reisebericht zu den Philippinen folgt bald. Die weiteren Reiseziele stehen schon fest. Nächstes Wochenende geht es nach Borneo in einen Regenwald mit Organ Utans. Außerdem sind schon Flüge nach Phuket mit der Trauminsel Kho Phi Phi, nach Cambodia und nach Bangkok gebucht. Und weitere Trips sind selbstverständlich in Planung...

Montag, 25. April 2011

Welcome to Paradise

Nun komme ich endlich dazu über den Trip zu einem paradiesischen Strand und Robinson Crusoe Feeling schlechthin auf der winzigen Insel Rawa zu schreiben. Freitags wurde ueberpuenktlich Feierabend gemacht, sodass wir zu acht mit nem kleinen Bus wieder Richtung Mersing duesten. Ohne Schwierigkeiten an der Grenze fuhren wir in Malaysia erst mal schoen in einen rush hour Stau, der durch eine Polizeikontrolle noch verschlimmert wurde. Nachdem wir einen Zwischenstopp bei McDonalds machten und den Stau hinter uns liessen, zeigte dann unser Fahrer, was in dem Mini Bus alles drin steckte und kam fast vom Fahrstil an die Taxifahrer von Hangzhou bzw. mein Fahrer damals zur Mauer in Beijing ran. Er schien es wohl sehr eilig zu haben, da er natuerlich die gleiche Strecke wieder zurueck musste. Viel zu frueh in Mersing angekommen, mussten wir dann erst mal auf unser Speedboat nach Rawa warten. Es dauerte aber nicht lange und schon ging es in der Dunkelheitging bei relativ hohen Wellengang, sodass wir am Ende etwas laenger als geplant brauchten und alle klitschnass waren, in Richtung Trauminsel. Im Meer war dann wohl ein Art Plankton, das richtig schoen neon gruen leuchtete und wie Gluehwuermchen aussah.

Nach ca 45 Minuten Fahrt sind wir dann endlich im Paradies (für Bilder hier klicken) angekommen. Es war zwar stockdunkel, aber durch die Beleuchtung unserer Unterkunft und dem feinen Sand unter den Fuessen, liess es sich schon erahnen, dass es hier nicht schlecht sein sollte. Wir bezogen als unser Haus direkt am Strand,welches offen nach draussen war, also keine durchgehenden Waende und von Fenstern brauchen man auch nicht zu reden. Wir testeten dann noch den Rawa Special Cocktail und andere Getraenken an der Strandbar und so wurde am Ende die Nacht durchaus kurz.

Als ich dann am naechsten Morgen die Augen oeffnete, blendete mich erst mal der schneeweise Strand der Insel. Von meinem Bett aus sah ich das kristallklare tuerkisfarbene Meer und schraeg gewachsene Kokosnuss Palmen. Jetzt konnte man definitiv sagen „Welcome to Paradise“.

Da Rawa wirklich winzig ist und es ausser einem Hotel und einem Hostel nichts gibt, kann man wirklich nur am Strand rumliegen, schnorcheln, Kanu fahren, essen/trinken oder auf den Berg der Insel stapfen und sich das winzige Eiland mal von oben anschauen. Zusammenfassend kann man auch wirklich sagen, dass wir nicht mehr als das am Wochenende gemacht haben. Am Samstag Abend gab es noch ein Buffet am Strand unter Fackeln bei dem wir uns wirklich mehr als satt gegessen haben. Etwas aktiv waren wir dann doch und haben mal das vorhandene Trivial Pursuit ausprobiert. Da jedoch das Spiel von 1981 gewesen war und wir eine geringe Erfolgsquote bezueglich der Fragen vorweisen konnten, haben wir uns dann eher auf die Strandbar und deren Getraenke konzentriert.

Man kann also sagen, dass es sich durchaus auf Rawa aushalten laesst.